Montag, 06.02.12 um 15:05 Uhr
WDR 3 TonArt
Mit Julia Spyker
Musikangaben zu dieser Sendung finden Sie in der Playlist
Der Tenor Klaus Florian Vogt
Spätestens als Klaus Florian Vogt wie ein blonder Engel auf dem Grünen Hügel in Bayreuth auftauchte und als Schwanenritter in der Lohengrin-Inszenierung von Hans Neuenfels das Publikum begeisterte, ist er aus dem Fach des Heldentenors nicht mehr wegzudenken.
Das ist natürlich auch nicht an den Musikproduzenten und Schallplattenbossen unbemerkt vorbeigegangen, die jetzt sein erstes Debüt-Album veröffentlicht haben: den Live-Mitschnitt eines Liederabends in der Deutschen Oper in Berlin. Ein durchaus beachtenswerter Auftritt jenes Mannes, der auch durch seine Fortbewegungsmittel eine gewisse Berühmtheit erlangte und ähnlich wie Karajan häufig mit seinem Flugzeug kommt. WDR 3 TonArt mit einem Portrait.
Beitrag von Christoph Richter
CD-Rezension
Helden
Klaus Florian Vogt, Tenor
Orchester der Deutschen Oper Berlin
Peter Schneider, Leitung
Arien von Weber, Wagner, Mozart u.a.
Sony Classical 8869794470
Beitrag von Christian Schnitzler
Concert in the Dark
Wie hören Sie Musik? Vielleicht mit geschlossenen Augen, damit Sie sich ganz auf das Gehörte konzentrieren können? Warum nicht gleich ein Konzert in totaler Dunkelheit? Licht aus - Ohren auf: So könnte das Motto lauten, unter dem eine Gruppe internationaler Musiker letztes Wochenende im Detmolder Hangar 21 Werke von Schubert bis Berio spielte.
Die Zuhörer bekamen gleich am Eingang der riesigen Veranstaltungshalle Augenbinden und wurden danach an ihren Platz geführt. Kein optischer Eindruck sollte ablenken von dem, was dann kam. Die Musiker - Blechbläser, Holzbläser Percussionisten, eine Sängerin und eine Pianistin - nutzten bei ihrem Spiel auch den außergewöhnlichen Hall der einstigen riesigen Flugzeughalle. WDR 3 TonArt besuchte das "Concert in the Dark".
Beitrag von Beate Depping
Die Musikwelt Grönlands
Konzerte, Musikschulen und Festivals gehören hier zu Lande zum alltäglichen Angebot. Doch wie sieht es in Grönland aus, in dessen Hauptstadt etwa 16.000 Einwohner leben? Auf der größten Insel der Erde gibt es erst seit 25 Jahren eine Universität, doch keinen Fachbereich Musik.
Grönländische Musiker nutzen häufig die Entwicklungen des Internet, um an der internationalen Musikwelt teilzuhaben. Oder gar für Instrumentalunterricht, den es vor Ort nicht gibt. Beim Blick nach außen vernachlässigte man allerdings die traditionelle Kultur, sie spielte Jahrzehnte lang kaum eine Rolle. So gibt es kaum typisch grönländische Musik, aber dennoch viele Musiker, die das Profil ihrer Heimat prägen. WDR 3 TonArt hat sich einen Eindruck verschafft.
Beitrag von Magdalene Melchers
Mikhail Simonyan im Portrait
Mikhail Simonyan kommt aus Nowosibirsk, der gleichen Stadt, wo auch beispielsweise die Geiger Maxim Vengerov und Vadim Repin aufwuchsen. Wie sie hat er den Durchbruch geschafft, obwohl die wirtschaftlichen Voraussetzungen in der damaligen Sowjetunion nicht gerade gut standen.
Mit 13 Jahren debütierte er dann zusammen mit dem American Russian Young Artists Orchestra im New Yorker Lincoln Center und wurde in den USA bald als herausragender Solist gefeiert. Auch in Deutschland ist der 26jährige kein ganz Unbekannter mehr. Im August hat er beim Ostsee-Musikfestival Usedom schon eine kleine Fangemeinde für sich gewonnen. Gerade zeigt Mikhail Simonyan auf einer Recital-Tour durch Deutschland sein Können, am Donnerstag beispielsweise in Düsseldorf. WDR 3 TonArt hat ihn getroffen.
Beitrag von Julia Kaiser
Kulturnachrichten
Redaktion: Ulrike Gruner und Daniela Ziemann

















