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Montag, 05.12.11 um 15:05 Uhr

WDR 3 TonArt

Mit Nicolas Tribes

Musikangaben zu dieser Sendung finden Sie in der Playlist

Oper aus mitgehörten Handytelefonaten

Singender Roboter, Rechte: Peter Hausdorf Berlin/CC-BY & -SA
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Singender Roboter

Es gibt sie überall, ob in der Schlange zur Kasse im Supermarkt, im Restaurant am Nebentisch oder im Zugabteil: telefonierende Menschen. Ob sich die Umgebung davon gestört fühlt oder sogar peinlich berührt von den mitgehörten Gesprächsinhalten ist scheint da keine Rolle zu spielen. Vor allem im Zug, wo es wenige Ausweichmöglichkeiten gibt kann man sich schon mal vom lautstark telefonierenden Hintermann genervt fühlen.

So ging es auch dem Berliner Elektronikkünstler Karl Heinz Jeron. Doch anstatt sich darüber weiterhin aufzuregen begann er die mitgehörten Handytelefonate in Notizbüchern mitzuschreiben, zunächst ohne Ziel. Eine Idee ließ nicht lange auf sich warten: die Handymonologe sollen in einer Oper zum Klingen gebracht werden. „Hermes“ ist der Titel.

Beitrag von Julia Spyker

CD - Rezension

CD-Cover, Rechte: Chandos 10695

Ludwig van Beethoven
Complete Works for Piano and Orchestra

Orchestra of Opera North
Howard Shelley, Klavier und Leitung

Chandos 10695

Beitrag von Arnd Richter

Porträt Michal Jacaszek

Michal Jacaszek, Rechte: Pressefoto
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Michal Jacaszek

Ohne Computer wäre Michal Jacaszek aufgeschmissen. Der polnische Komponist hat nicht Musik studiert, sondern sein Handwerk am Computer erlernt - durch Ausprobieren, wie er zu sagen pflegt. Und das mit großem Erfolg.

Heute ist sein fünftes Werk erschienen, das den Titel „Glimmer“ trägt, was soviel wie flackern oder schimmern bedeutet. Wörter, die Jacaszeks cineastische Kompositionen sehr gut beschreiben, in denen der Pole alte Instrumente, die man am ehesten mit der klassischen Musik assoziiert, mit elektronischen Geräuschcollagen verbindet.

Beitrag von Raphael Smarzoch

Zum 100. Geburtstag von Władyslaw Szpilman

Władyslaw Szpilman, Rechte: picture-alliance / PAP
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Władyslaw Szpilman beim polnischen Rundfunk

Rund 500 Lieder und Schlager, von denen viele noch heutzutage in Polen populär sind, hat Władyslaw Szpilman geschrieben. 1961 gründete er in Sopot das bis heute im Sommer stattfindende internationale Schlagerfestival, ähnlich dem Grand Prix Eurovision de la Chanson.

Aber nicht nur seine Schlagerkompositionen werden bis heute gespielt. Seine klassischen Werke für Klavier und Orchester zeigen große Nähe zu George Gershwin, der es ebenfalls geschafft hat, über die Grenzen von U- und E-Musik hinaus Erfolg zu haben. Am 1. April 1935 wurde Szpilman beim Polnischen Rundfunk als Pianist fest engagiert. Unterbrochen wurde dieses Engagement dann vom 2.Weltkrieg, eine Zeit, die Szpilman in dem Buch „Der Pianist – Mein wunderbares Überleben“, später verfilmt von Roman Polanski, festgehalten hat. 

Beitrag von Matz Kastning

Historisch gewachsen: Crossover-Musik

CD-Cover, Rechte: Berlin Classics 885470002750

In der Musik wird oft multikulturell experimentiert: Man mischt Jazz mit Renaissancemusik oder Hip Hop mit Gamelanorchestern. Klingt nach einer neumodischen Idee - das „Pera Ensemble“ aus München will jedoch zeigen, dass die Mischung der musikalischen Kulturen kein modernes Phänomen von heute ist, sondern auf eine historische und musikwissenschaftlich fundierte Geschichte zurückblickt.

Aktuell geht es den Musikern besonders um die Begegnung von Ost und West – von osmanischer und europäischer Barockmusik.

Beitrag von Karen Voß

CD:
Baroque Oriental
Pera Ensemble
Berlin Classics 885470002750

Kulturnachrichten

Redaktion: Ulrike Gruner


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MP3 Player; Rechte: WDR/ dpa

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