Sie befinden sich hier: >WDR.de >WDR3.de >Sendungen A-Z>WDR 3 Variationen>Aktuell

Homepage WDR 3 - WDR 3 Variationen

Samstag, 13.03.10 um 16:05 Uhr

WDR 3 Variationen

Heute:

- DVD "Hier spielt die Musik"
- Zum 150. Geburtstag des Komponisten Hugo Wolf
   Die Oper "Der Corregidor"
- Im Gespräch: der Bariton Dietrich Henschel

"Hier spielt die Musik" - die neue DVD des LWL-Medienzentrums für Westfalen

DVD "Hier spielt die Musik". Rechte: LWL-Medienzentrum für Westfalen

DVD "Hier spielt die Musik"

Musik macht klug und bildet den ganzen Menschen! Das war der Hintergrund für den Landschaftsverband Westfalen-Lippe, um mit Unterstützung des NRW-Schulministeriums eine DVD herauszugeben, die Kinder an Musik heranführen soll. Die didaktische DVD „Hier spielt die Musik“ besteht aus einem Hauptfilm, mehreren Kurzfilmen und ergänzenden Arbeitsmaterialien. Der 20-minütige Hauptfilm der Regisseurin Gaby Lingke stellt das Projekt „Jedem  Kind ein Instrument“ (JeKi) vor, das jedem Grundschulkind im Ruhrgebiet ermöglichen soll, ein Instrument seiner Wahl zu spielen. Man schaut und hört den Kleinen bei den Musikschulstunden, beim Spielen eines Instruments, beim Üben zu Hause und beim ersten großen Konzert zu. Die Filme, Spiele und Arbeitsmaterialien richten sich in erster Linie an Grundschulkinder. Aber auch Lehrkräfte, Musikschulen und Eltern sollen anhand der gewinnenden DVD unterstützt werden, selbstständig Grundschüler an die Welt der Instrumente heran zu führen.

Ein Beitrag von Nicole de Bock

Der deutsche Dreispitz - Ein Plädoyer für Hugo Wolfs Oper "Der Corregidor"

Hugo Wolf. Rechte: akg-images
Bild vergrößern

Hugo Wolf

Komponieren im Schatten Richard Wagners – fast jeder Komponist musste sich nach dem Tod des Bayreuther Meister (1883) die Frage stellen, wie nah oder fern er dem Typus des Wagnerschen Musikdramas treten sollte. Hugo Wolf – trotz seiner Konzen­tration aufs Klavierlied ein militanter Wagner-Verehrer – entschied sich in seiner einzigen beendeten Oper für den Mittelweg: zwischen Wagners Orchester-Opulenz und liedhafter Melodik, zwischen Leitmotivik und südlich-unmythischer Handlung. Damit ist er nicht sonderlich gut angekommen. Zwar war die Mannheimer Uraufführung des "Corregidor" im Jahr 1896 ein Erfolg, aber nur ein kurzlebiger ohne Folgen fürs Repertoire. Das lag zum Teil am Libretto der Frauenrechtlerin Rosa Mayreder, das die aufmüpfigen Charaktere aus Pedro de Alarcóns Erzählung "Der Dreispitz" entschärfte – zum Teil an der Spannung zwischen parlierender Leichtigkeit und massigem Orchesterpart. Dennoch ist Wolfs "Corregidor" immer ein Geheimtipp geblieben und in seinen besten Partien ein Höhepunkt der deutschen, liedhaften Spätromantik.

Ein Beitrag von Michael Struck-Schloen

Im Gespräch: der Bariton Dietrich Henschel

Dietrich Henschel. Rechte: akg-images / Marion Kalter
Bild vergrößern

Dietrich Henschel

Für den Bariton Dietrich Henschel haben die Lieder Hugo Wolfs schon in frühester Jugend eine wichtige Rolle gespielt. Damals wollte er noch gar nicht Sänger werden, war aber von der Klangsprache Wolfs fasziniert. Dieser natürliche, am Sprachduktus orientierte Klang der Lieder Hugo Wolfs fordert Dietrich Henschel immer wieder neu heraus. Im Mai werden Mörike-Lieder auf CD erscheinen – der Mitschnitt eines Liederabends. Mitschnitte zieht Henschel inzwischen Studioproduktionen vor, weil ihm die Kommunikation mit dem Publikum wichtig ist.

1967 in Berlin geboren, wuchs Henschel in Nürnberg auf, strebte zunächst eine Dirigentenlaufbahn an. Doch schon als Student (bei Hanno Blaschke und Dietrich Fischer-Dieskau) hat er Preise für Liedgesang gewonnen, unter anderem beim Wettbewerb der Internationalen Hugo Wolf Akademie in Stuttgart.

Seine internationale Opernkarriere begann 1997, als er in Lyon den Faust in Busonis „Doktor Faustus“ sang. Seitdem ist Dietrich Henschel in den Opernhäusern von Paris, Mailand, Zürich, Genf, Amsterdam und in der Deutschen Oper Berlin zu erleben. Als Liedsänger gestaltet Henschel Konzerte, die den konventionellen Liederabend weiter entwickeln, indem er Lesungen und Film einbezieht, wie in seinem neuesten Projekt: „Schwanengesang“.

Konzerte:
16., 18. und 19.04.2010 Tonhalle Düsseldorf
Robert Schumann, Szenen aus Goethes Faust für Soli, Chor und Orchester. U.a. mit dem Städt. Musikverein zu Düsseldorf und den Düsseldorfer Symphonikern, Leitung: Bernhard Klee 

Rechte: ambroisie

Franz Schubert

Schwanengesang


Dietrich Henschel, Bariton
Fritz Schwinghammer, Klavier

ambroisie
Bestell-Nr. AM 138

Redaktion: Eva Küllmer


Die nächsten Sendungen

 

20.03.2010


Die vorigen Sendungen

Hier finden Sie die vergangenen Sendungen von WDR 3 Variationen.


WDR 3 hören

Radio-Broschüre

Titelseite Radio-Programm des WDR; Rechte: WDR

Das Radioprogrammheft des WDR-Hörfunks [mehr]

Konzerte im Radio

Gitarrist; Rechte: WDR

Das aktuelle Programm der WDR 3 Konzerte (pdf)