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Samstag, 28.01.12 um 16:05 Uhr

WDR 3 Variationen

Heute:

- Die Kunst des Geigers Michael Rabin
- Frederick Delius und sein Dirigent Sir Thomas Beecham
- Im Gespräch: der Bass-Bariton Hanno Müller-Brachmann

Alte Schule oder "American Way"?: der Geiger Michael Rabin

2. Februar 1963: 3500 Menschen im Shrine Auditorium in Los Angeles warten auf den ersten Ton ihres Helden. Der Mann auf der Bühne ist gerade erst 27 Jahre, aber als Prototyp eines überperfekten Virtuosen bereits eine Legende. Das Orchester beginnt mit dem Vorspiel. Dann die Katastrophe: in seinem Paradestück, dem D-Dur Violinkonzert von Paganini, beginnt Michael Rabin zu zittern. Seine Hände scheinen ihm nicht zu gehorchen, er schwitzt, taumelt, ist unfähig, seine Einsätze zu finden. Nach diesem Konzert beginnt eine der hoffnungsvollsten Musikerkarrieren des 20. Jahrhunderts unaufhaltsam in den Abgrund zu treiben. Drogen und Beruhigungsmittel ruinierten den perfektesten Geiger seiner Generation, mit 35 Jahren stirbt Michael Rabin.
Die WDR 3 Variationen laden zum Hörvergleich: Wo ist Rabins Position zwischen den größten Geigern des 20. Jahrhunderts?

Ein Beitrag von Jörg Lengersdorf

Rechte: EMI Classics

Michael Rabin
Young Genius of the Violin


Zu Rabins 40. Todestag erschien im
Rahmen der ICON-Serie die 6-CD-Box.
Michael Rabin (Violine)
mit verschiedenen Orchestern

Label: EMI Classics
Bestell-Nr.: 6790602

Dokumente einer wunderbaren Freundschaft:

Frederick Delius, Rechte: INTERFOTO/Lebrecht Music Collection
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Frederick Delius

Der Komponist Frederick Delius und sein Dirigent Sir Thomas Beecham
Im Jahr 1959 gab der Dirigent Sir Thomas Beecham der BBC ein Interview, seine Biographie über den Komponisten Frederick Delius war gerade erschienen. Gleich musste Beecham etwas klarstellen: "Ich würde nicht sagen, dass ich ein enger Freund von ihm war, wir hatten keine gemeinsamen Interessen. Aber ich bewunderte ihn als Menschen: Ein außergewöhnliches Individuum." Wie ein Fels sei Delius gewesen, unverrückbar in seinen Ansichten, berichtete Sir Thomas. Die Freundschaft von Beecham und Frederick Delius, dessen Geburtstag sich am 29. Januar zum 150. Mal jährt, war eine der langlebigsten künstlerischen Beziehungen der Musikgeschichte. Obwohl Delius bereits 1934 starb, wirkte sie noch lange nach. Mit Konzerten, Uraufführungen und Festivals sorgte Beecham über Jahrzehnte dafür, dass Delius’ Werke nicht vergessen wurden. Seine exemplarischen Interpretationen, die auf größte Schönheit und feinste Nuancen zielen, setzen bis heute Maßstäbe.

Ein Beitrag von Markus Bruderreck

Musik des Komponisten Frederick Delius können Sie am 29.01.2012 im WDR 3 Sonntagskonzert hören:

Im Gespräch: der Bass-Bariton Hanno Müller-Brachmann

Hanno Müller-Brachmann. Rechte: Monika Rittershaus
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Hanno Müller-Brachmann

Dreizehn Jahre lang hat Hanno Müller-Brachmann dem Ensemble der Staatsoper Berlin angehört. Nun hat der 37jährige einen neuen Lebensabschnitt begonnen und an der Musikhochschule Karlsruhe eine Professur für Gesang angetreten. Er wird weiterhin singen, jedoch weniger Oper, mehr Konzerte und Liederabende.
Im Gespräch erzählt Hanno Müller-Brachmann, warum er nach seinen frühen Wettbewerbserfolgen ("Neue Stimmen" 1996 in Gütersloh, ARD-Wettbewerb 1996) alle Angebote ausgeschlagen hat, ihn zum "Star" aufzubauen, und stattdessen Daniel Barenboims Einladung ins Haus "Unter den Linden" angenommen hat. Er spricht über seine Rollen, darüber, was in der Sängerausbildung heute wichtig ist und warum Singen für jeden Menschen und die Gesellschaft wertvoll ist.

Konzerte
Sonntag, 12. Februar 2012, 17:00 Uhr, Philharmonie Essen
Montag,  13. Februar 2012, 20:00 Uhr, Kölner Philharmonie
Gustav Mahler "Kindertotenlieder"
Hanno Müller-Brachmann (Bass-Bariton),
Orchester der KlangVerwaltung, Enoch zu Guttenberg (Dirigent)

Rechte: Hänssler Classic

Gustav Mahler
Des Knaben Wunderhorn


Hanno Müller-Brachmann (Bariton),
Christiane Iven (Sopran),
SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg
Leitung: Michael Gielen

Label: Hänssler Classic
Bestell-Nr.: CD 93.274


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