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Samstag, 20.02.10 um 16:05 Uhr

WDR 3 Variationen

Mit Klaus Leymann

Heute

- "Musik erfinden": Komponieren mit Kindern
- Der Alberti-Bass
- Zum 70. Geburtstag: Christoph Eschenbach im Gespräch

"Musik erfinden" – erstes bundesweites Symposion zur Kompositionspädagogik

Mozart präsentiert eigene Kompositionen. Rechte: akg-images
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Mozart präsentiert eigene Kompositionen

Musik erfinden! Immer mehr rückt der aktive Umgang mit Musik in den Mittelpunkt von Konzerten mit Kindern und Jugendlichen. Weniger das passive Konsumieren steht im Vordergrund, sondern der eigene kreative Prozess. Wie komponiert man mit Kindern, wie leitet man Jugendliche an, eigene musikalische Ausdruckmöglichkeiten zu finden? Zum ersten Mal befasste sich ein Symposion vom 12. bis 14. Februar umfassend mit der Kompositionspädagogik. Die Jeunesses Musicales Deutschland und das Musikinstitut der Fachhochschule Osnabrück hatten Fachleute aus ganz Deutschland eingeladen und veranstalteten eine ganze Reihe von Konzerten mit Beispielen aus der Praxis.

Ein Beitrag von Barbara Overbeck

Domenico Alberti und sein Bass: der Alberti-Bass

Alberti-Bass in Mozarts "Sonata facile"
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Alberti-Bass in Mo- zarts "Sonata facile"

Seinen 300. Geburtstag feiert er in diesem Jahr. Sein genaues Geburtsdatum ist ebenso unbekannt wie die meisten seiner Werke. Irgendwann im Jahre 1710 erblickte ein Mann namens Domenico Alberti in Venedig das Licht der Welt. Der war sicher nicht einer der ganz großen Komponisten seiner Zeit und dennoch ist sein Name Musikern, und da vor allem Pianisten bestens vertraut - allerdings in Kombination mit einer charakteristischen Bass-Figur, dem Alberti-Bass. Dieser hat nach Alberti einen beispiellosen Siegeszug durch die gesamte Klavierliteratur angetreten, auch weit über das 18. Jahrhundert hinaus. Grund genug für die Variationen, diese kleine, unscheinbare Formel einmal genauer anzuhören - und seinen Schöpfer etwas näher kennenzulernen.

Jan Ritterstaedt  ist bei der Suche nach dem Alberti-Bass auch gleich bei prominenten Komponisten fündig geworden.

Im Gespräch: der Dirigent und Pianist Christoph Eschenbach

Christoph Eschenbach. Rechte: AFP / Jacques Demarthon
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Christoph Eschenbach

Wie lange ist das eigentlich her? Ein junger, schlanker Pianist mit riesengroßen dunklen Augen. Die Medien mochten ihn, und seine Plattenfirma war erste Wahl: die Deutsche Grammophon. Ein offensichtlich äußerst introvertierter junger Mann, aber mit Mitte 20 schon ein Star. Erste Sternstunde: Herbert von Karajan nahm mit Christoph Eschenbach das erste Klavierkonzert von Beethoven auf.

Lange hat der Pianist gezögert, bis er einer anderen Passion öffentlich nachgab und dirigierte. 1982 wurde Eschenbach Chef des Tonhalle-Orchesters in Zürich, 1988 Chef der Houston Symphony in Texas. Schließlich beriefen ihn das Orchestre de Paris und das Philadelphia Orchestra. Inniger, nachdenklicher und klangversessener als Christoph Eschenbach kann man kaum dirigieren. Live, wie vor kurzem mit der Sächsischen Staatskapelle in Dortmund, wird das zum unvergesslichen Erlebnis.

Christoph Eschenbach – über Orchester, Sänger, Neue Musik und das große romantische Repertoire – und über die ungebrochene Lust, Klavier zu spielen. Christoph Eschenbach feiert heute seinen 70. Geburtstag.

 


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