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Samstag, 10.04.10 um 16:05 Uhr

WDR 3 Variationen

Mit Klaus Leymann

Heute:

- Oper für Blinde und Sehbehinderte
- Das Musikgymnasium in Weimar
- Im Gespräch: die Sopranistin Edita Gruberova

Oper barrierefrei - Das Theater Heidelberg bietet Vorstellungen für blinde und gehörlose Menschen an

Ein blinder Opernbesucher. Rechte: Anne Steffen
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Ein blinder Opernbesucher

Natürlich können blinde Menschen eine Opernvorstellung besuchen und die Musik hören. Aber sie können die Live-Vorstellung nicht wirklich erleben, denn zur Bühneninszenierung gehört viel mehr als Musik und Texte. Bühnenbild, Kostüme, Requisiten, Licht und Farben machen das Gesamtkunstwerk aus. Das Theater Heidelberg hat gemeinsam mit Hörfilm e.V., der Vereinigung unabhängiger Filmbeschreiber in Berlin, eine Vorstellung der „Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart für blinde und sehgeschädigte Menschen entwickelt. Die Beschreibungen dessen, was auf der Bühne passiert, wie die Darsteller gekleidet sind oder wie sich das Bühnenbild verwandelt, empfangen die Besucher während der Vorstellung live über einen Kopfhörer. Die nächste Aufführung am 17. April beginnt für die blinden Besucher schon am Nachmittag mit einer Einführung in die Musik und einem Bühnenrundgang.  Auch die Kostüme und Perücken dürfen die Besucher vor der Vorstellung anfassen. Im Theatergebäude können sich die blinden Menschen über einen Audio-Guide selbständig bewegen.

Ein Beitrag von Antje Grajetzky

Das Schloss Belvedere in Weimar - ein Zentrum für Hochbegabte

Schloss Belvedere in Weimar. Rechte: ddp / Jens.Ulrich Koch
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Schloss Belvedere in Weimar

Vor 15 Jahren fand in Weimar die Grundsteinlegung statt für einen Schulneubau der besonderen Art: das traditionsreiche Musikgymnasium Schloß Belvedere, eine der ehemaligen Spezialschulen der DDR, bezog neben dem Rokoko-Ensemble einen eleganten Neubau im Bauhaus-Stil. Das Musikgymnasium führt in 13 Jahren zum Abitur, zugleich versteht es sich als Hochbegabtenzentrum der Hochschule für Musik. 111 Schüler lernen hier in kleinen Klassen. In den Stundenplan des Gymnasiums sind die musiktheoretischen Fächer integriert.

Hildburg Heider hat die Schule im Laufe der letzten 10 Jahre mehrfach besucht.


Im Gespräch: die Sopranistin Edita Gruberova, Königin des Belcanto

Edita Gruberova. Rechte: Georg Sagmeister
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Edita Gruberova

Man kann es sich nicht wirklich vorstellen. Die Wiener Staatsoper erlebt 1970 eine neue Königin der Nacht in der „Zauberflöte“ – eine exzellente Koloratursopranistin mit sicherer Attacke auf das hohe F. Die Staatsoper engagiert diese junge Sängerin auch – und dann darf sie jahrelang nur drittrangige Rollen singen, Barbarina in „Figaros Hochzeit“ und die üblichen Pagen.
Eine Sternstunde gab es dann doch, die Zerbinetta in „Ariadne auf Naxos“, 1976 unter Karl Böhm in Wien. Für diesen Abend hatte Edita Gruberova gekämpft. Danach stand ihr die (Opern-)Welt offen.

Längst beherrscht sie außer dem aberwitzig hohen Koloraturfach auch die dramatischen Partien von Bellini und Donizetti. Und da geht es nicht nur um perfekte Technik, sondern vor allem um eine Fülle von Musik gewordenen Leidenschaften. Die Fans liegen ihr, der regierenden Primadonna im italienischen Fach, zu Füßen, wann immer sie ihre großen Rollen zelebriert: Lucia die Lammermoor, Norma, Lucrezia Borgia.

Im Gespräch mit Edita Gruberova erfahren wir, wie vorsichtig man sein kostbarstes Instrument, die Stimme, trainieren und entwickeln muss und wie strikt man auf die Grenzen des Möglichen achten muss, um sie unaufhörlich zu erweitern.


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