Samstag, 06.12.08 um 16:05 Uhr
WDR3 Variationen
Heute:
- Olivier Messiaen zum 100. Geburtstag
- Olivier Messiaen: Turangalila-Symphonie
- Die Kinderoper "Der Felsenjunge"
- Gespräch mit dem Dirigenten Steven Sloane
Olivier Messiaen zum 100. Geburtstag
Olivier Messiaen, der französische Organist, Komponist und bedeutende Lehrer wurde am 10. Dezember 1908 in Avignon geboren. Seine Klavier- und Orgelkompositionen, die Oper „St. Francoise d'Assise“ und monumentale Orchesterwerke sind unverwechselbarer Ausdruck von Messiaens katholischem Glauben, seinem Verständnis der Natur und des Menschen.Über seinen Lehrer Oliver Messiaen erzählt Michael Stegemann, Professor für Musikwissenschaft an der technischen Universität Dortmund und WDR 3 Moderator.
"Olivier Messiaen zum 100." - Ein Messiaen-Festival im Konzerthaus Dortmund vom 12. - 16. Dezember 2008.
Olivier Messiaen: Turangalila-Symphonie
Ein Feature von Christian Kosfeld
„Meine Vorliebe gilt einer schillernden, verfeinerten, ja wollüstigen Musik, die Zartheit und Heftigkeit, Liebe und Ungestüm kennt, die den Hörer hin und herwiegt, die sich aussingt, einem Vogel gleicht….“Im Frühjahr 1946 nannte Olivier Messiaen zentrale Begriffe seines Denkens: Gegensätze, Farben, Vogelgesang, Zeit und Gott.Und die Liebe. Um seine Vorstellung einer ins Göttliche, ins Kosmische transzendierenden Liebe zu schildern, komponierte Messiaen 1949 die zehnsätzige „Turangalila Symphonie für Klavier Solo, Ondes-martenot Solo und großes Orchester“, fast 80 Minuten lang.Messiaen setzt eine ungeheure Fülle von Klangfarben mit einer - vor allem im Schlagzeug - stark erweiterten Orchesterbesetzung um. Eine Besonderheit ist das Tasten-Instrument Ondes-martenot, das auf dem Prinzip des Röhrengenerators beruht. Als solistische Stimme erzeugt es Glissandi, Klangfärbungen, Echos der Themen.Das wichtigere Solo-Instrument ist das Klavier: die „Turangalila Symphonie“ kann schon fast als Klavierkonzert verstanden werden, mit ausgedehnten Solopartien und Kadenzen.Bei der Uraufführung am 2. Dezember 1949 unter Leonard Bernstein löste die sinnliche Wirkung von Messiaens „Turangalila-Symphonie“ und sein tiefer Glaube Irritationen aus. Heute ist das Werk ein Klassiker der Nachkriegsmoderne.
Die Kinderoper "Der Felsenjunge"
Ein Beitrag von Silvie Oisel
Das Mädchen Josephine und der junge deutsche Tourist Andreas finden eines Tages den etwa gleichaltrigen Jungen Artan - angespült auf einem Felsen der Mittelmeerinsel Malta. Artan hatte versucht, in einem Boot mit seiner Familie von Albanien über das Meer zu fliehen – als Einziger hat er den Schiffbruch überlebt. Jo und Andreas verstecken ihn vor der Polizei und vor den eigenen Verwandten in den Felsen. Die niederländische Komponistin Camille van Lunen vertonte den hoch brisanten Stoff des Roman „the rockboy“ der englischen Schriftstellerin Jan Michael: Im Jahr 2005 wurde die Oper mit Schülerinnen und Schülern der Städtischen Musikschule Leverkusen uraufgeführt. Die Bonner Oper zeigt nun eine Neuinszenierung des „Felsenjungen“. Mitwirkende sind die Mitglieder des Kinder- und Jugendchores der Oper Bonn und ein eigens für diese Produktion zusammengestelltes Orchester aus Bonner Schülerinnen und Schülern.
Premiere der Kinderoper "Der Felsenjunge" ist am Samstag,6. Dezember 2008, 16.00 Uhr im Alten Malersaal in Bonn/Beuel.
Weitere Vorstellungen: 12. (17.00 Uhr), 14., 20., 21., 27. und 28. Dezember 2008, jeweils 16.00 Uhr.
Gespräch mit dem Dirigenten Steven Sloane
Seit 14 Jahren ist der Amerikaner Steven Sloane Generalmusikdirektor der Bochumer Symphoniker. Mehrfach wurde das Orchester während dieser Zeit für seine außergewöhnlichen Programme ausgezeichnet. Steven Sloane, Schüler unter anderem von Eugene Ormandy, arbeitete bereits mit dem Israel Philharmonic Orchestra, an der Oper Frankfurt und der New York City Opera. In Bochum engagiert sich Steven Sloane besonders für den Bau eines neuen Konzerthauses. Zu den Erfolgen mit „seinem“ Bochumer Orchester gehörten in den letzten Jahren eine Gesamtaufführung der Werke Gustav Mahlers, die Orchesterlieder von Joseph Marx, Dmitrij Schostakowitschs Symphonie Nr. 13 („Babi Jar“) sowie Bernd Alois Zimmermanns Oper „Die Soldaten“.
Redaktion: Eva Küllmer/ Klaus Leymann















