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Homepage WDR 3 - Bach privat und Mozarts „Davidde penitente“

Samstag, 06.03.10 um 18:05 Uhr

Bach privat und Mozarts „Davidde penitente“

Bach privat (18:05 - 19:00 Uhr)

Gunar Letzbor; Rechte: Melcak
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Gunar Letzbor

Von Helga Heyder-Späth

Wir befinden uns in Johann Sebastian Bachs Privatwohnung. Heute begrüßt der noch junge Komponist besondere Gäste: Die in ganz Europa bekannten Virtuosen Johann Joseph Vilsmayr und Johann Paul Westhoff haben ihre edlen Geigen bereits gestimmt und beginnen mit Kostproben aus ihren Sonatensammlungen für unbegleitete Violine. Bachs Freund Telemann ist dazugestoßen. Er spielt eine seiner beliebten Fantasien. Nach einem köstlichen Mahl und einem Glas edlen Rotweins präsentiert Bach den Entwurf seiner Sei Solo a Violino senza Basso accompagnato. Vilsmayr, Westhoff und Telemann kommen aus dem Staunen über die Meisterschaft des Gastgebers gar nicht mehr heraus... – Der österreichische Barockviolinist Gunar Letzbor lässt im Funkhauskonzert die künstlerische Atmosphäre der sagenhaften Bach’schen Musizierabende wieder lebendig werden.

Solokompositionen von Johann Paul Westhoff, Johann Joseph Vilsmayr, Georg Philipp Telemann und Johann Sebastian Bach

Gunar Letzbor – Violine

Mitschnitt des WDR 3 Funkhauskonzerts Alte Musik vom 26.2.2010

 

Mozarts Davidde penitente (19:00 - 20:00 Uhr)

Von Helga Heyder-Späth       

Mit der „Wiener Tonkünstler-Sozietät“ gründete sich im Jahre 1771 die erste öffentliche Konzertgesellschaft, die es sich zur Aufgabe machte, Musikerwitwen und -waisen zu unterstützen. Dazu veranstaltete man erlesene Benefiz-Konzerte, die in den gehobenen Kreisen der Donaumetropole bald als „Muss“ galten. Kein Wunder, dass auch Wolfgang Amadeus Mozart daran gelegen war, der Sozietät anzugehören. Schon im Gründungsjahr hatte er sich vergebens darum bemüht. Rund zwölf Jahre später unternahm er einen zweiten Anlauf, unter anderem mit der Aufführung seiner „neuen“ Kantate „Davidde penitente“ am 13. März 1785. Die Vorbereitungszeit war knapp bemessen, und so präsentierte Mozart Altbewährtes im neuen Gewand. Denn die Musik seiner Kantate übernahm er aus seiner keine zwei Jahre zuvor in Salzburg uraufgeführten c-moll-Messe. Ihr unterlegte er einen italienischen Text, der – passend zur Passionszeit – vom „für seine Sünden büßenden David“ spricht. Dass Mozart auch nach diesem Konzert nicht in die Gesellschaft aufgenommen wurde, lag sicher nicht an der eindrucksvollen Wirkung seiner Kantate – die tonangebenden Herren der Sozietät lehnten sein Gesuch vielmehr aus „formalen Gründen“ ab… 

Wolfgang Amadeus Mozart
Sonate C-Dur KV 328 für 2 Violinen, Orgel und Bass
Ensemble In Ore mel
Leitung: Olivier Vernet

Davidde Penitente, KV 469
für Soli, Chor und Orchester
Krisztina Laki, Sopran
Nicole Fallien, Sopran
Hans-Peter Blochwitz, Tenor
Nederlands Kamerkoor
La Petite Bande
Leitung: Sigiswald Kuijken


Redaktion: Richard Lorber


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