Armut im Alter und ihre Ursachen - 14.11.2012 Gespräch mit Professor Christoph Butterwegge

Die Themen Rente und Altersarmut sorgen derzeit für hitzige sozialpolitische Debatten. In dem gerade erschienenen Buch „Armut im Alter. Probleme und Perspektiven der sozialen Sicherung“ - herausgegeben von Christoph Butterwegge, Gerd Bosbach und Matthias W. Birkwald -  geben Expertinnen und Experten einen umfassenden Überblick über die aktuellen Risiken, Erscheinungsformen und Ursachen von Altersarmut in Deutschland.


Armut im Alter
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Armut im Alter

Dabei wird klar: Die aktuellen Reformansätze wie Ursula von der Leyens „Zuschussrente“ oder die „Solidarrente“ der SPD bilden keine sinnvolle Alternative zu einer gesetzlichen Rente, die den Lebensstandard im Alter sichert und Armut verhindert. Demnächst wird die Bundesregierung den vierten Armuts- und Reichtumsbericht beschließen, am 24. November soll auf einem Parteikonvent das neue Rentenkonzept der SPD verabschiedet werden – sicher Anlässe für weitere Diskussionen über das Thema Altersarmut, das Jahr für Jahr drängender wird. Schon jetzt ist die dramatische soziale Lage vieler älterer Menschen nicht mehr zu verbergen, aber statt sich den wahren Gründen zu stellen, verweisen etablierte Parteien, Massenmedien und Wissenschaftler gerne auf die angeblich ursächliche demografische Entwicklung. Doch tatsächlich geht es um Niedriglöhne, Umschichtungen von Rentenbeiträgen oder die zunehmende Umstellung auf private Vorsorge, die viele gar nicht leisten können.

Im Gespräch mit dem Politikwissenschaftler Prof. Dr. Christoph Butterwegge widmen sich die WDR 3 Resonanzen der Armut im Alter.

Christoph Butterwegge, Gerd Bosbach, Matthias W. Birkwald: Armut im Alter.
Probleme und Perspektiven der sozialen Sicherung
Campus Verlag, 2012
19,90 Euro

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Stand: 14.11.2012, 10.11 Uhr