Donnerstag, 11.03.10 um 17:45 Uhr
11. März 1985
Michail Gorbatschow wird neuer Parteichef der KPdSU
Von Wolfram Stahl
Er war zwar für den Wehrdienst untauglich, stand aber im Alter von 54 Jahren an der Spitze der Atommacht Sowjetunion. Michael Gorbatschow galt schon als Reformer, bevor ihn das Politbüro zum Generalsekretär der Kommunistischen Partei wählte.
Seine Abrüstungsverhandlungen mit den USA sorgten für Entspannung und die von ihm gebrauchten Begriffe „Glasnost“ (Offenheit) und „Perestroika“ (Umbau der Gesellschaft) wurden für den gesamten Ostblock zu Synonymen der Erneuerung. Nach Jahrzehnten sowjetischer Vorherrschaft besaßen die osteuropäischen Staaten wieder ihr Selbstbestimmungsrecht. Die neue Freiheit führte erst zur Öffnung der ungarischen Grenze und schließlich zum Fall der Mauer. In der Folge zerfiel aber auch die Sowjetunion.
Ende Dezember 1991 trat Michail Gorbatschow als Präsident der sich auflösenden Sowjetunion zurück. Es war der Schlusspunkt seines Politikerlebens, in dem er als Staatschef der UdSSR innerhalb weniger Jahre den Kalten Krieg beendete.
Redaktion: Ronald Feisel













