Freitag, 17.07.09 um 17:45 Uhr
17. Juli 1959
Der Todestag der Jazzsängerin Billie Holiday
Von Susanne Rabsahl
Mit ihrer bittersüßen Stimme und ihrem gefühlvoll, zerbrechlichen Gesang hat Billie Holiday Jazz, Blues und Swing maßgeblich beeinflusst. Als eine der ersten Musikerinnen sang sie mit Mikrofon und schaffte damit bei ihren Auftritten eine äußerst intime und tief emotionale Atmosphäre.
Nachfolgenden Musikerinnen wie Janis Joplin und Nina Simone galt sie als großes Vorbild. Sie selbst orientierte sich nicht an Sängerinnen: „Ich fühle mich, als würde ich ein Blasinstrument spielen. Ich versuche zu improvisieren, wie Les Young, Louis Armstrong oder irgendjemand jemand sonst, den ich verehre.“
Billie Holiday hatte ein bewegtes Leben: Vergewaltigung, Prostitution, Erziehungsheim. Ihrer Kindheit folgte der lebenslange Kampf gegen Rassendiskriminierung, Alkohol- und Drogenprobleme. Mit 44 Jahren starb sie in New York an Leberzirrhose. Vor dem Krankenhaus standen Polizisten, die sie wegen eines Drogendeliktes festnehmen wollten.
Redaktion: Michael Rüger













