Dienstag, 09.02.10 um 17:45 Uhr
Februar 1450
Tod von Agnès Sorel, der ersten offiziellen Mätresse eines französischen Königs
Von Sabine Mann
Agnès Sorel war wirklich schön, eine echte Blondine, hatte ungewöhnlich große Augen, rasierte sich den Haaransatz und starb mit etwa 28 Jahren an einer Quecksilbervergiftung.
Das hat die moderne Wissenschaft der Paläopathologie kürzlich zweifelsfrei feststellen können, als anlässlich einer Umbettung der Gebeine der ersten offiziellen Geliebten eines französischen Königs die legendäre Schöne in den Focus der objektiven Beweisbarkeit geriet. Bis dahin kannte man von der Mätresse Karls VII. von Frankreich durch zwei berühmte Gemälde auch schon intime Details. Beide Male wurde sie mit einer ebenso perfekten wie entblößten linken Brust dargestellt, aber das konnte bis dato als künstlerische Interpretation einer ungewöhnlichen höfischen Mode gelten.
Offen bleibt allerdings weiter, ob die laut Zeitzeugen auch intelligente, fröhliche und gutmütige junge Frau umgebracht wurde oder einem ärztlichen Kunstfehler erlag. Denn leider erspart uns die Wissenschaft nicht die unappetitliche Wahrheit des Wurmbefalls der Schönen, der seinerzeit mit Quecksilber behandelt wurde.
Redaktion: Michael Rüger













